Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

Bert Brecht hielt nicht viel vom Recht auf geistiges Eigentum. Wir auch nicht. Wir stellen die SoZ kostenlos ins Netz, damit möglichst viele Menschen das darin enthaltene Wissen nutzen und weiterverbreiten. Das heißt jedoch nicht, dass dies nicht Arbeit sei, die honoriert werden muss, weil Menschen davon leben.

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Arbeitskämpfe 1. Dezember 2014

Das Grundsätzliche am GDL-Streik

Die Lokführergewerkschaft wird verteufelt, weil sie erfolgreich ist

von Werner Sauerborn

Erschreckend die Kampagne, die derzeit gegen die GDL, den Streik und den GDL-Vorsitzenden in einem Großteil der Mainstreammedien läuft. Einstweiliger Höhepunkt dürfte die Veröffentlichung der Wohnanschrift und Telefonnummer von Weselsky gewesen sein. Das erinnert an die Hetze der Springerpresse gegen Rudi Dutschke Ende der 68er Jahre.

Arbeitskämpfe 1. November 2014

Alle Räder stehen still…

Trommelfeuer gegen den GDL-Streik

von Manfred Dietenberger

Der bislang längste, 50-stündige Streik der Lokführer, zu dem die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) aufgerufen hatte, traf die Deutsche Bahn an einem ihrer verkehrsreichsten Wochenenden des Jahres: In sieben Bundesländern begannen die Herbstferien, in vier weiteren gingen sie zu Ende oder dauerten an. Das schmeckte der Deutsche Bahn AG (DB) ganz und gar nicht. Sie warf der GdL vor, mit dem Streik habe sie das «Unternehmen beschädigt»

Gewerkschaften 1. November 2014

Streik darf kein Fremdwort werden

Zur zweiten Konferenz über die Zukunft des Streiks

von Thies Gleiss

Vom 2. bis 4.Oktober fand in Hannover die zweite Konferenz «Erneuerung durch Streik», organisiert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung sowie von Ver.di und IG Metall Niedersachsen, statt. Fast 700 Gewerkschafter und betrieblich Aktive diskutierten eine große Palette an Themen betreffend die Zukunft der Kampffähigkeit der Gewerkschaften und der Perspektiven betrieblicher Kämpfe.

Gewerkschaften 1. November 2014

Sinnlose Entlassungen bei Osram?

IG Metall kritisiert Restrukturierungsprogramm mit fragwürdigen Argumenten

von Jochen Gester

International aufgestellte Konzerne gruppieren ihre Belegschaften je nach Entwicklung der regionalen Märkte ständig um, saugen bei guter Auftragslage Arbeitskraft auf und stoßen sie wieder aus, wenn das Geschäft erlahmt. Nicht selten passiert dies auch gleichzeitig. In der einen Region wird eingestellt, in der anderen entlassen. So ist dies auch bei Osram, einer früheren Siemens-Tochter.

Gewerkschaften 1. November 2014

Rüstungsexporte sind skandalös

IG Metall Stuttgart fordert Konversion der Rüstungsindustrie

Dokumentiert

Die IG Metall Stuttgart hat sich auf einer Delegiertenkonferenz den Betriebsräten und Gewerkschaftsgremien in der IG Metall entgegengestellt, die eine Stärkung der Rüstungsproduktion fordern, weil damit Arbeitsplätze geschaffen würden. Hier Auszüge aus der verabschiedeten Erklärung:

Flucht/Migration 1. November 2014

Berlin: Flüchtlinge aus DGB-Haus geräumt

Heftiger Protest von Gewerkschaftsmitgliedern

Ende September besetzte eine Gruppe von Flüchtlingen das DGB-Haus am Berliner Wittenbergplatz. Mit der Aktion sollte der DGB zu einer stärkeren Unterstützung der Flüchtlinge bewogen werden. Die Aktion mündete nach einer Woche in der gewaltsamen Räumung durch 200 Polizisten. Der DGB verteidigte die Beendigung der Besetzung mit der folgenden Presseerklärung:

Arbeitskämpfe 1. Oktober 2014

«Nehmt die GDL an die Leine»

Arbeitsministerium und DGB Hand in Hand gegen Lokführer und Piloten

von Manfred Dietenberger

Im Koalitionsvertrag von Union und SPD wurde ein Gesetz zur Tarifeinheit angekündigt. Es soll sicherstellen, dass in einem Betrieb künftig nur ein Tarifvertrag gilt – und zwar jener der mitgliederstärksten Gewerkschaft im Unternehmen. Warum?

Flucht/Migration 1. September 2014

Gewerkschaften und Flüchtlinge

Gegen ausgrenzende Logik

von Peter Nowak

Im Sommer 2013 wurden rund 300 Flüchtlinge der Gruppe «Lampedusa in Hamburg» in die Gewerkschaft Ver.di aufgenommen – vom Hamburger Fachbereich «Besondere Dienstleistungen». Die Asylbewerber schrieben: «In der Gewerkschaft haben wir eine Partnerin gefunden, die die Ungerechtigkeit, die uns angetan wurde, realisiert und diesen Kampf mit uns zusammen führt.»

Gewerkschaften 1. September 2014

In gefährlichen Gewässern

Gewerkschaften am 1.September 2014

von Jochen Gester

Unbeeindruckt von der Ausbreitung der Kriege und dem zunehmenden Konfrontationskurs der USA und der EU gegen Russland reden Betriebsräte der Rüstungsindustrie und auch ihre Gewerkschaft, die IG Metall, einer Aufrüstung das Wort.

Gewerkschaften 30. Juni 2014

Wie kann eine globale Arbeiterbewegung aufgebaut werden?

Im Gespräch mit Gisela Neunhöffer über die erste internationale Konferenz von LabourStart in Berlin

Die Fragen stellte Jochen Gester

Am letzten Mai-Wochenende fand in Berlin eine internationale Gewerkschaftskonferenz statt, die vom Internet-Portal LabourStart veranstaltet wurde. An der Konferenz nahmen über 360 gewerkschaftlich Aktive aus allen Erdteilen statt, denen 50 Workshops offen standen. Bis dahin war LabourStart vielen nur durch einen Newsletter bekannt, in dem zu «Act-now»-Solidaritäts-Aktionen per Mausklick aufgerufen wird. Doch Labourstart ist mehr als eine Redaktion, die Newsletter verschickt. Warum, erklärt Gisela Neunhöffer vom LabourStart-Netzwerk Berlin. Mit ihr sprach Jochen Gester.

Gewerkschaften 30. Juni 2014

«Tarifeinheit» heißt Einschränkung des Streikrechts

Die Frankfurter Konferenz des Bündnisses «Hände weg vom Streikrecht»

von Jochen Gester

In der letzten SoZ berichteten wir ausführlich über den DGB-Bundeskongress und die Debatte zum Thema «Tarifeinheit». Es ist der Bedeutung der Frage geschuldet, dass wir sie noch einmal aufnehmen. Denn der Zug, der hier in Bewegung gesetzt wurde, ist keinesfalls zum Stehen gekommen. Er versucht im Gegenteil, verlorene Zeit aufzuholen.

Gewerkschaften 30. Juni 2014

Wie hoch wird der Preis für den Mindestlohn?

Nach dem DGB-Kongress geht die Mauschelei erst richtig los

von Manfred Dietenberger

Der DGB-Kongress hat zum Mindestlohn einen Beschluss gefasst. Doch was die Gewerkschaftsspitzen nun tun, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Der Ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske hat Kritik am geplanten Mindestlohn von 8,50 Euro: «Wir halten den Plan der Bundesregierung, den gesetzlichen Mindestlohn erst 2018 anzuheben, für falsch. Wir brauchen deutlich früher Erhöhungen, am besten bereits 2016. Denn 8,50 Euro bringen bei einer Vollzeitstelle gerade mal ein Einkommen auf dem Niveau der Lohnpfändungs-Freigrenze.»