Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

Bert Brecht hielt nicht viel vom Recht auf geistiges Eigentum. Wir auch nicht. Wir stellen die SoZ kostenlos ins Netz, damit möglichst viele Menschen das darin enthaltene Wissen nutzen und weiterverbreiten. Das heißt jedoch nicht, dass dies nicht Arbeit sei, die honoriert werden muss, weil Menschen davon leben.

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Nordafrika/Nahost 1. März 2026

Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit festgenommen

In der Türkei gefolterte Europäer:innen erwägen rechtliche Schritte gegen türkische Beamte
dokumentiert

Am 15.Januar reisten zahlreiche Aktivist:innen aus verschiedenen europäischen Ländern im Rahmen der »Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit« in die kurdische Region der Türkei. Dort wollten sie ihre Solidarität mit dem Widerstand der Bevölkerung der belagerten Stadt Kobane zum Ausdruck bringen und über die humanitäre Lage in der demokratischen Selbstverwaltung von Nordostsyrien berichten.

Nordafrika/Nahost 1. März 2026

Ist Rojava noch zu retten?

An die Stelle des Konföderalismus tritt Ethnisierung
von Thomas Schmidinger

Mit dem Abkommen vom 30.Januar und dem Einrücken syrischer Sicherheitskräfte in die kurdischen Gebiete, gelang es den syrischen Kurd:innen zwar das Schlimmste zu verhindern. Kobane wird allerdings immer noch blockiert. Wie viel von der einstigen Autonomie der Demokratischen Autonomie Nord- und Ostsyriens (DAANES) noch zu retten sein wird, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

Globalisierung/Krieg 1. Februar 2026

Krokodilstränen für die alte Weltordnung

Eine neue Phase imperialistischer Herrschaft

von Angela Klein

Überall wird jetzt der Untergang der sogenannten regelbasierten Weltordnung bedauert: erst überfällt Russland die Ukraine, nun Trump Venezuela. Aber hat diese Weltordnung das verdient?

Fake News vom NATO-Generalsekretär

›Wir sind Russlands nächstes Ziel‹
von Paul Michel

Am 11.Dezember trat in Berlin bei einem Vorbereitungstreffen zur Münchner Sicherheitskonferenz NATO-Generalsekretär Rutte mit einer »Grundsatzrede« vor die Kameras, die darauf angelegt war, die Bevölkerung in Angst und Schrecken zu versetzen. » Wir sind Russlands nächstes Ziel.«

Globalisierung/Krieg 1. Februar 2026

KI – eine neutrale Technologie?

Zwischen Automatisierung und Überwachung
von Musa Kaplan

In den vergangenen Wochen häuften sich Berichte von Social-Media-Nutzerinnen, die auf X (früher Twitter) Fotos von sich gepostet haben, nur um später mit Ekel festzustellen, dass fremde Männer in ihren Kommentarspalten Anweisungen gaben, Grok solle sie ausziehen, in einen Minibikini setzen, oder sie auf ihren Knien heulend darstellen.

Aufmacher 1 1. Februar 2026

KI: Bequem & Gefährlich

Die Logik von KI-Slops
von Kate Crawford


Zwischen Überwachung und Deepfakes: Steuern wir auf einen Tech-Feudalismus zu? Wozu braucht es noch Wikipedia, wenn ChatGPT auf alles eine Antwort hat? KI-Modelle werden mit allem gefüttert, was im Internet vorhanden ist, sie produzieren ungeheuer viel Müll, sogeannte „Slops“. Auch das Überwachungssystem Palantir, das die Polizei in Bayern, Hessen und NRW bereits einsetzt und mit dessen Hilfe die Paramilitärs von ICE in den USA Angst und Terror verbreiten, arbeitet mit KI.

Millionen von Menschen sehen sich ein Video über Tel Aviv an, das nach einem iranischen Angriff in Schutt und Asche liegt. Aufnahmen von einem US-Bombenangriff auf Teheran ersetzen die aktuellen Nachrichten über einen Angriff, der noch bevorsteht. Doch bei genauerem Hinsehen erkennt man seltsame Bildfehler und Artefakte. Das Gras unter der F-35 ist unheimlich grün und unberührt. Etwas stimmt nicht. All diese Bilder sind KI-generiert und wirken auf den ersten Blick realistisch. Sie werden weit über die Sozialen Medien hinaus verbreitet. Wir leben im Zeitalter der KI-Slopaganda (Slop = Brei, Schlick, Schund).

Aufmacher 4 1. Januar 2026

Risse im Beton – ein Rück- und Ausblick

Krisen und Konflikten trotzen
von Nele Johannsen

Es fällt schwer, zum Jahresbeginn gelassen zu bleiben, 2025 war ein hartes Jahr. Die Welt taumelt weiter von Krise zu Krise. Auf Krieg, Klimakatastrophe und sozialen Absturz reagieren die politisch Verantwortlichen mit den immer gleichen Rezepten: Aufrüstung, Abschottung, Austerität.

Nordafrika/Nahost 1. Januar 2026

Ein Sieg für den Widerstand?

Eine Erwiderung auf Hermann Dierkes’ Kritik in SoZ 12/25
von Angela Klein

Meine Einwände gegen Hermanns Leserbrief lassen sich in fünf Punkten zusammenfassen:

Buch 1. Januar 2026

Krieg – und keiner geht hin?

Eine Geschichte der Fahnenflucht
von Gerhard Klas

Rolf Cantzen: Deserteure. Die Geschichte von ­Gewissen, Widerstand und Flucht. Springe: zu Klampen!, 2025. 204 S., 24 Euro

Deserteure – für die einen sind sie mutige Helden der Gewissensfreiheit, für andere Verräter an der Nation.

Aufmacher Widerstand 1. Dezember 2025

Israel & Fussball

International wächst der Druck, Israel aus den Fußballverbänden auszuschließen
von Leo Earle

Die Union der Europäischen Fußballverbände (UEFA) und der Weltfußballverband (FIFA) brauchten nur wenige Tage, um Russland nach dessen Invasion der Ukraine von der Teilnahme an ihren Ligen auszuschließen. Es war ein schneller Schritt, um einen Unterdrückerstaat für seine Handlungen zur Rechenschaft zu ziehen. Der Ausschluss verhinderte unmittelbar, dass Russland den weltweit beliebtesten Sport nutzen konnte, um kulturellen Einfluss auszuüben.

Globalisierung/Krieg 1. Dezember 2025

Angstmachen mit Desinformation

Russenangst und Drohnenhysterie
von Paul Michel

Durch gezielte Desinformation erzeugen bellizistische Kreise unter tätiger Mithilfe der »seriösen« Presse in der Bevölkerung jenes Angstklima, das sie empfänglich machen soll für die Akzeptanz des gigantischen Hochrüstungsprogramms. Hier zwei konkrete Beispiele.

Nordafrika/Nahost 1. Dezember 2025

Fragwürdiger Umgang mit Hamas

Anmerkungen zum Kommentar von Angela Klein in SoZ 11/25
von Hermann Dierkes

Den nachstehenden Leserbrief dokumentieren wir seiner Länge halber als Debattenbeitrag. Die SoZ hat sich bisher mit einer Auseinandersetzung mit Hamas zurückgehalten, weil nicht der Eindruck entstehen sollte, wir würden die palästinensische Widerstandsorganisation mit dem Terror der israelischen Regierung auf dieselbe Stufe stellen. Nachdem nun aber eine Atempause eingetreten ist, wie prekär auch immer, wird ein kritischer Rückblick auf das Geschehen notwendig sein.
d.Red.